Myositiden - Aktuelle Übersicht zur Therapie
Ein Update zur Therapie lieferte Prof. Dr. Gabriela Riemekasten zugleich für die Myositiden, zu deren derzeitigen und potentiellen künftigen Behandlungsoptionen im vergangenen Jahr gleichfalls eine interessante Übersichtsarbeit vorgestellt worden war.Als First-line-Therapie werden laut Riemekasten in der Übersichtsarbeit Steroide in einer Dosierung von 60-80 mg/Tag genannt, wobei die Dosis in Einzelfällen auch höher gewählt werden kann. Bei steroidsensitiven Patienten sollten dann steroidsparende Medikamente zum Einsatz kommen, wobei hier gleichermaßen Azathioprin, Methotrexat (MTX), Mycophenolat Mofetil (MMF) oder Ciclosporin-A (CSA) zur Auswahl stehen (Nat Rev Rheumatol 2010; 6: 129-137).
Bei einem Nichtansprechen auf Steroide wird die Gabe von Immunglobulinen empfohlen. Führen sowohl Steroide als auch Immunglobuline nicht zu einem ausreichenden Ansprechen, kommen alternativ Rituximab, Cyclophosphamid (CYC) oder Tacrolimus in Betracht. Insgesamt wird auch hier das therapeutische Vorgehen als eher empirisch bewertet, so Riemekasten.
Ausblick:
Als mögliche zukünftige Behandlungsoptionen bei Myositiden benennen die Autoren in dem Review TNF-Inhibitoren, Efalizumab oder Alefacept (LFA-1/3-Kostimulatoren) und Daclizumab als IL-2-Rezeptorantagonist, sowie eine Reihe weiterer Substanzen, die sowohl die T-Zell- als auch die B-Zellaktivierung angreifen.

