03.08.2011

Montgomery: „Ärzte müssen sich mehr um Finanzierungsfragen des Gesundheitssystems kümmern“

Berlin, 13.07.2011 „Wir Ärzte müssen uns in Zukunft mehr um die grundsätzlichen Finanzierungsfragen des Gesundheitssystems kümmern, nicht nur um Versorgungsfragen“, sagte Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), der Badischen Zeitung. Sonst würden Ärzte stets nur den von der Politik servierten Mangel verwalten dürfen, aber nie die Vermeidung von Mangel selbst gestalten.

Dazu gehöre auch, über die Finanzierung der Krankenversicherung zu sprechen. „Ich glaube, dass die Bürgerversicherung auf Dauer nicht zukunftsfähig ist“, betont Montgomery. Die Prämienversicherung gehe hingegen in die richtige Richtung. Den Patienten müsse mehr Eigenverantwortung zugemutet werden.

Als Reaktion auf den Mangel im Gesundheitswesen habe die Ärzteschaft die Debatte über Priorisierung angestoßen. „Damit wir Ärzte es nicht allein entscheiden müssen, verlangen wir, dass die Gesellschaft sagt, welche Dinge in der Medizin unabdingbar um jeden Preis bezahlt werden müssen“, bekräftigt BÄK-Präsident Montgomery. Es sei Aufgabe der Gesellschaft und der politischen Entscheidungsträger zu verantworten, was nicht mehr von den Kassen bezahlt werden sollte. „Wir können nur beratend zu Seite stehen“, so Montgomery.

http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=3.71.8899.9626.9644

 

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