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Höheres Schlaganfallrisiko durch Vorhofflimmern
Aus den Ergebnissen einer bevölkerungsweiten Kohortenstudie schließen dänische Experten um Jesper Lindhardsen, Kopenhagen, dass Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) ein erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern aufweisen und in der Folge auch dafür, einen Schlaganfall zu erleiden.Dass RA-Patienten und solche mit anderen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen vermittelt durch eine über die Inflammation geförderte Atherosklerose ein substantiell erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und insbesondere Myokardinfarkte haben, konnte durch zahlreiche Studien untermauert werden.
Jetzt konnte die dänische Arbeitsgruppe nachweisen, dass RA-Patienten auch ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Vorhofflimmern haben, das wiederum das Risiko für einen Schlaganfall erhöht. Hierfür wurden zwischen 1999 und 2007 über ein medianes Follow-up von 4,8 Jahren hinweg die Entlassungsdaten der Kliniken und die Arzneimittelverordnungen von knapp 4,2 Millionen Dänen im Alter über 15 Jahren ausgewertet, worunter sich 18.247 RA-Patienten befanden. Bei 774 dieser Patienten war auch ein Vorhofflimmern diagnostiziert worden und 718 hatten einen Schlaganfall erlitten. Mit 8,2 vs. 6,0 Ereignissen pro 1.000 Personenjahren (PJ) in der RA-Gruppe im Vergleich zur alters- und geschlechtsadjustierten Allgemeinbevölkerung war die Incidence Rate Ratio für Vorhofflimmern um 41 % (adj. IRR 1,41) erhöht, wobei das Risiko bei Frauen etwas höher war als bei Männern. Die weitere Analyse ergab, dass Schlaganfälle bei den RA-Patienten mit 7,6 vs. 5,7 Ereignissen pro 1.000 PJ zu 32 % häufiger auftrafen (adj. IRR 1,32).
Die Autoren folgern aus diesen Ergebnissen, dass bei RA-Patienten mit ihrem per se erhöhten kardiovaskulären Risiko regelmäßige Untersuchungen auch im Hinblick auf Vorhofflimmern ratsam wären, umso mehr, da hierdurch bei entsprechender Diagnose und Therapie das Risiko für einen Schlaganfall gesenkt werden könnte.
Quelle: BMJ 2012; 344: e1257


