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Aktuelle Daten zu Methotrexat
Gemäß neuen Daten aus der TEAR-Studie besteht bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA), die initial gut auf Methotrexat (MTX) ansprechen, durchaus die Möglichkeit auch unter einer MTX-Monotherapie ein langfristig gutes Outcome ohne radiologische Progression zu erzielen, berichteten US-amerikanische Rheumatologen um James O’Dell, Omaha (ACR 2011, Abstr. #1696).In der randomisierten kontrollierten TEAR-Studie war bei 755 DMARD-naiven Patienten mit früher RA und schlechter Prognose – RF- oder ACPA-positiv und mit bereits radiologisch darstellbaren Gelenkschäden – die Effektivität einer MTX-Monotherapie (n=379) mit zwei Step-up-Therapien, MTX in Kombination mit dem TNF-Blocker Etanercept oder in Form einer Triple-DMARD-Therapie bestehend aus MTX, Sulfasalazin und Hydroxychloroquin (O'Dell-Schema) verglichen worden.
Nach 24 Wochen erreichten in TEAR die Patienten in den beiden Kombinationsarmen ein klinisch besseres Ansprechen gemäß DAS28. Dieser Vorteil ging jedoch nach 36 Wochen verloren, nachdem Patienten die zu Woche 24 unter MTX kein ausreichendes Ansprechen (Low-DAS28 <3,2) erreichten, auf eine der beiden Kombinationen gesetzt wurden. In der Folge zeigte sich nach 48 und 102 Wochen bei diesen Patienten auch kein Unterschied bei der radiologischen Progression – bei initialen MTX-Versagern hatte der spätere Switch auf eine aggressivere Kombinationstherapie also langfristig keine negativen Folgen.
Von der ursprünglichen MTX-Monotherapie-Gruppe hatten 28 % einen Low-DAS erzielt und waren nicht auf eine Kombination umgestellt worden. Nach 102 Wochen bewegte sich der DAS28 dieser Patienten mit 2,7 auf einem anhaltend niedrigen Level und war tendenziell sogar niedriger als bei Patienten, die sofort eine der beiden Kombinationen (DAS28 3,0) erhalten hatten (p=0,15). Zudem hatte die MTX-Gruppe nach zwei Jahren eine im Vergleich niedrigere radiologische Progression (TSS 0,1 vs. 1,1; p=0,10). Bei etwa einem Drittel der Patienten wird demnach mit der von Leitlinien empfohlenen initialen MTX-Monotherapie bei Erreichen einer niedrigen Krankheitsaktivität auch in der Folge kein Step-up auf eine Kombination benötigt.

