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Immunisierung gegen IFNa als Therapieoption?
Erste Studiendaten geben Hoffnung, dass eine aktive Immuntherapie gegen Interferon-a (IFNa) künftig bei SLE-Patienten eine Rolle spielen könnte. Entsprechende Daten zum Einsatz eines modifizierten IFNa-Kinoids – das IFNa-Protein gekoppelt mit einem Trägermolekül – stellte eine europäische Studiengruppe um Frédéric Houssiau, Brüssel (Belgien), vor (ACR 2011, Abstr. #2470).αIn die vor allem Sicherheits- und Durchführbarkeitsaspekte beleuchtende erste „Proof-of-concept“-Studie wurden insgesamt 28 seropositive SLE-Patienten eingeschlossen, die vier Dosierungen (30, 60, 120 oder 240 mg) des i.m. zu injizierenden INFα-Kinoid oder Placebo zu Beginn der Studie und an den Tagen 7, 28 sowie (optional) 84 erhielten.
Die Immunisierung mit dem IFNα-Kinoid erwies sich als sicher, nur wenige leichte temporäre lokale oder systemische Infektionen wurden verzeichnet. Alle immunisierten Teilnehmer zeigten eine dosisabhängige Anti-IFN Antikörper-Antwort mit maximaler Response unmittelbar nach der letzten Dosis und mit anschließender Abschwächung.
Bei jener Untergruppe von Patienten mit einer ausgeprägten IFN-Signatur (insbesondere solche mit höheren dsDNA-Ak-Titern und C3/C4-Spiegeln) konnte 38 Tage nach der ersten Injektion eine signifikante Herunterregulierung der Expression IFN-induzierter Gene im Vergleich zur Placebogruppe nachgewiesen werden.
In einem nächsten Schritt gilt es nun in einer klinischen Studie die tatsächliche Effektivität eines solchen Ansatzes zu untersuchen.

