Was machen wir?



Diagnostik und Behandlung von rheumatischen Erkrankungen.

Unser Schwerpunkt liegt bei den sogenannten entzündlich rheumatischen Erkrankungen, die von anderen Erkrankungen mit Schmerzen am Bewegungsapparat unterschieden werden müssen.

Es können sich in der Praxis mit Terminvereinbarung und Überweisungsschein Patienten vorstellen, bei denen der Hausarzt oder ein anderer behandelnder Arzt den Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung hat. Zunächst werden Untersuchungen durchgeführt, die Erkrankungen bestätigen oder ausschließen. Dazu sind folgende Schritte notwendig:

  • Befragung zu den Beschwerden und Erkrankungsvorgeschichte
  • körperliche Untersuchung, insbesondere des Bewegungsapparates
  • meist Röntgenuntersuchung, die derzeit mit Überweisung zu radiologischen Praxen erfolgt; evtl. sind auch andere bildgebende Untersuchungen wie MRT, Computertomographie oder Szintigraphie notwendig
  • evtl. Ultraschall entzündlich veränderter Gelenke
  • Blutentnahme zu Laboruntersuchungen

Danach wird die Diagnose gestellt und bei Bestätigung einer rheumatischen Erkrankung auch die Behandlung durchgeführt. Zu den entzündlich rheumatischen Erkrankungen gehören z.B.:

  • entzündliches Gelenkrheuma (Rheumatoide Arthritis)
  • entzündliche Rückenerkrankung (Spondylitis ankylosans, Morbus Bechterew)
  • entzündliche Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen)
  • Schuppenflechte mit Gelenkentzündung (Psoriasisarthritis)
  • Gelenkentzündung nach Infektionen des Harn- oder Magen-Darm-Traktes bzw. nach Zeckenbiß (reaktive Arthritis, Lyme-Borreliose)
  • entzündlicher Weichteilrheumatismus (Polymyalgia rheumatica)

Die Behandlung erfolgt meist medikamentös mit Arzneimitteln, die das Immunsystem modifizieren. Deshalb wird diese Therapie auch über den Rheumatologen in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt oder anderen Fachärzten koordiniert. Begleitend werden bei Notwendigkeit schmerzlindernde Medikamente, aktive Physiotherapie (Krankengymnastik) oder Ergotherapie verordnet.
Wir bitten zu verstehen, daß Behandlungen bei anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Verschleißerkrankungen oder Fibromyalgie) in unserer Praxis aus Kapazitätsgründen nicht durchgeführt werden können. Bei diesen Erkrankungen erfolgt die Weiterbetreuung über den Hausarzt und/oder Orthopäden, Schmerztherapeuten, Psychotherapeuten.

Da mit den rheumatischen Erkrankungen sehr häufig die Knochenerkrankung Osteoporose vergesellschaftet ist, wird auch diese Erkrankung in unserer Praxis diagnostiziert und behandelt. Bei Verdacht auf diese Erkrankung erfolgt:

  • Befragung zur Abklärung von Risikofaktoren
  • körperliche Untersuchung, Tests zur Abklärung des Sturzrisikos
  • Knochendichtemessung nach der DXA-Methode (anerkannte Methode in den Leitlinien zum Management der Osteoporose vom Dachverband der osteologischen Gesellschaften DVO); diese Unersuchung ist Kassenleistung falls bei Verdacht auf Osteoporose bereits ein Knochenbruch bei einem geringen Unfallereignis (z.B. Sturz aus Stehhöhe) aufgetreten ist; ansonsten wird diese Untersuchung als Privatleistung durchgeführt (siehe Zusatzleistungen)
  • Blutentnahme zur Laboruntersuchung, evtl. Harnuntersuchung


Wir bieten die Knochendichtemessung auch als Auftragsleistung an. Das bedeutet, daß Sie von einem anderen Arzt zur Knochendichtemessung geschickt werden, der weitere Diagnostik und Behandlung selbst durchführt. Auch hier ist die Knochendichtemessung Kassenleistung, falls die schon beschriebene Bedingung erfüllt ist. Ansonsten wird diese Untersuchung als Privatleistung durchgeführt (siehe Zusatzleistungen).