Auf ein Neues!

Dr. med. Silke Zinke

Dr. med. Silke Zinke

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Jahr 2020 ist zwar schon einige Tage alt, aber jung genug, Ihnen und Ihren Familien die beste Gesundheit, viel Erfolg und viele zufriedene Patienten zu wünschen!

In der kommenden Amtszeit des neuen Vorstands stehen einige Herausforderungen bevor, neue, aber auch die Weiterentwicklung bestehender Projekte, die unseren Berufsstand einerseits festigen, andererseits einen schlagkräftigen und in der Öffentlichkeit – auch der politischen – wahrnehmbaren Berufsverband entstehen lassen. Die Vorstände vor uns haben, wie die ASV beweist, vieles erreicht. Deshalb sind von uns allen innovative wie realisierbare neue Konzepte gefordert. Packen wir es an, jeder von Ihnen ist kooperativ gefordert!

Auf den Seiten 14-16 stellen wir Ihnen die neuen Arbeitsgruppen unseres Vorstands vor. Nicht Einzelkämpfer sollen die Aufgaben der einzelnen AGs bewältigen, sondern Sie können sich an den Themen, die Sie interessieren, beteiligen!

RheMit: Das bisherige Dokumentationsprogramm RheumaDok hat aufgrund von Datensicherheitsvorgaben und den neuen Versorgungsverträgen seine Halbwertszeit überschritten. Deshalb wird eine neue Dokumentationssoftware RheMIT* etabliert, die allen modernen Anforderungen an eine Software genügt und die jeder Rheumatologe in Klinik und Praxis kostenlos als sogenannte kleine Version für die Datenerhebung von rheumatologischen Assessments im Rahmen von Versorgungsprojekten, Selektivverträgen, der Kerndokumentation oder evtl. künftig auch von Registern nutzen kann. Eine umfängliche und kostenpflichtige Vollversion erlaubt die gesamte Dokumentation von allen Abläufen in der Praxis/Ambulanz, einschließlich der Rezeptierung, der Dokumentation von Bildgebung und Labor etc.; aber vorläufig noch ohne eine Abrechnungsmöglichkeit.

ASV: Sie gehört mit Sicherheit zu den wichtigsten Projekten, das eine sog. unternehmerische Sicherheit bieten kann. Mit hoher Priorität werden wir sie weiter begleiten, Probleme beim Ausrollen erkennen und auf politischer Ebene pointiert adressieren. Sie zu realisieren, bedeutet für jeden von uns ein sehr hohes Maß an Engagement und „Standing“, den Lohn werden wir alle in absehbarer Zukunft einfahren können.

Eine Reihe von Selektivverträgen (TK, Barmer, spectrumK), werden zur Verbesserung der Patientenversorgung und Stärkung der Praxen und Ambulanzen weiterentwickelt und auf neue Regionen ausgedehnt. Hierzu wollen wir Hilfe bei der Umsetzung in den Praxen und Ambulanzen anbieten. Gespräche, Verhandlungen mit weiteren Krankenkassen sind in Gang bzw. in Planung. Unser Ziel ist es, die Versorgungsverträge bundesweit über möglichst alle Krankenkassen anbieten zu können.

Ein weiterer Fokus unserer Aktivitäten betrifft die Begleitung des EBM und die Implementierung einer neuen GOÄ, die über die Bundesärztekammer unter Einbeziehung des BDRh über viele Jahre bereits erarbeitet wurde.

Sie wissen, gute funktionierende Kontakte sind wichtig, so auch zur KBV und zum G-BA, die wir zu diesen Entscheidungsträgern intensivieren wollen, um unsere Interessen besser abzubilden und sie in deren Entscheidungen zu beraten. 

Weiterbildungsordnung, ein wichtiges Projekt: Auf Landesärztekammerebene müssen wir mitgestalten und eine Vereinheitlichung mit Möglichkeit der ambulanten rheumatologischen Weiterbildung in 24 Monaten erreichen, um u. a. an besseren Fördermöglichkeiten zu partizipieren.

Nachwuchsförderung: Ein eigenes Famulaturprogramm sowie Projekte im Bündnis mit DGRh und VRA sind anzustoßen. 

Last but not least, politisches Lobbying: Ohne dies, d. h. ohne politische Kontakte und Gespräche, werden wir als kleine Fachgruppe nicht „wahrgenommen“ und in unserem Versorgungsauftrag benachteiligt.            

Dr. med. Silke Zinke
1. Vorsitzende des BDRh

https://www.bdrh.de/praxismanagement/rhemit.html