Wichtige Personalien - Sonja Froschauer

Im Gespräch mit der neuen Geschäftsführerin des BDRh und der BDRh Service GmbH

Sonja Froschauer

Sonja Froschauer

Über ihren Werdegang und den Ausblick für niedergelassene Rheumatologen sprachen wir mit Sonja Froschauer, der neuen Geschäftsführerin des BDRh e.V. und der BDRh Service GmbH.

In unserem Interview gibt Frau Sonja Froschauer Ihre Sichtweise auf die berufspolitische Entwicklung und einen Ausblick für niedergelassene Rheumatologen besonders im Zeichen der Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) sowie auch anderen Versorgungsmodellen. 

Wie kommt eine Diplomphysikerin in die Gesundheitswirtschaft?

Hätte ich nicht Physik studiert, wäre es sicher Medizin geworden. So habe ich dann auch während meines Physikstudiums Vorklinische Medizin als Nebenfach gewählt, da ich die Kombination faszinierend fand. 

Nach meiner Diplomarbeit über Protonentherapie verschlug es mich dann ins Projektmanagement in die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns. Danach hat mich das Gesundheitswesen nicht mehr losgelassen.

Welche Chancen sehen Sie für die internistischen Rheumatologen in der Praxis?

In der Rheumatologie gibt es gerade sehr viel Dynamik in Hinblick auf neue Versorgungsformen. Das Interesse bei den Krankenkassen an neuen Versorgungsmodellen ist groß. 

Die ASV wird künftig in der Rheumatologie eine wichtige Rolle spielen. Doch diese Entwicklungen bedeuten zugleich auch eine große Herausforderung, zum Beispiel an die Praxisorganisation.   

Welchen Rat würden Sie der heutigen Einzelpraxis geben?

Kooperationen – fachgleich und fachübergreifend – gewinnen mehr und mehr an Bedeutung. Viele der neuen Versorgungsmodelle sind nur in Kooperation möglich – so zum Beispiel die ASV. Auch bei der Gewinnung des rheumatologischen Nachwuchses ist sie entscheidend, denn kooperatives Arbeiten im Team ist für die junge Ärztegeneration ein zentraler Anspruch.

Wodurch unterscheidet sich der BDRh von anderen Berufsverbänden? 

Der BDRh ist unheimlich aktiv mit konkreten Projekten und sieht sich nicht nur als reine Interessensvertretung auf der berufspolitischen Bühne. Ich denke an die verschiedenen Verträge mit Krankenkassen oder die Innovationsfonds-Projekte. Das macht die Tätigkeit für den BDRh für mich auch so spannend.

Frau Froschauer, haben Sie vielen Dank für das Gespräch.