DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR RHEUMATOLOGIE

Wechsel im Vorstand: Hendrik Schulze-Koops neuer Präsident

Prof. Dr. Hendrik Schulze-Koops

Prof. Dr. Hendrik Schulze-Koops

Mit Beginn dieses Jahres übernimmt Prof. Dr. Hendrik Schulze-Koops für zwei Jahre die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh). Der internistische Rheumatologe leitet die Rheumaeinheit an der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Er folgt im Vorstand auf Prof. Dr. Hanns-Martin Lorenz, Heidelberg, der das Präsidentenamt in den Jahren 2017 und 2018 innehatte. Als amtierender Präsident der DGRh richtet Prof. Schulze-Koops im Jahr 2020 auch den Kongress der DGRh in München aus. Neu in den Vorstand gewählt ist Prof. Dr. Andreas Krause aus Berlin.

Geboren 1964 in Hamburg studierte Hendrik Schulze-Koops Humanmedizin an der Universität Hamburg. Im Jahr 1988 wurde er promoviert und arbeitete im Anschluss an die Zeit als Arzt im Praktikum als Post-Doktorand in den Klinischen Arbeitsgruppen für Rheumatologie und Immunologie der Max-Planck-Gesellschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. In Dallas (USA) setzte er sein Post-Doc am Harold C. Simmons Arthritis Research Center von 1993 bis 1997 fort. 

Patientenzentrierte Forschung im Fokus

Zurück in Erlangen arbeitete Schulze-Koops als Assistenzarzt und leitete dort eine Klinische Forschergruppe zur Rolle von T-Zellen in der Pathogenese von Autoimmunerkrankungen. Zu diesem Thema legte er im Jahr 2000 seine Habilitation ab. Von 2003 an war er als Oberarzt tätig und erlangte 2006 eine außerplanmäßige Professur für Klinische Immunologie. Noch im selben Jahr übernahm er eine Professur für Innere Medizin und Rheumatologie und die Leitung der Rheumaeinheit in München.

Die Forschungsschwerpunkte von Prof. Schulze-Koops liegen auf der zellulären und molekularen Pathogenese von Autoimmunerkrankungen, insbesondere der rheumatoiden Arthritis. Damit kann die Autoimmunerkrankung an ihrer Wurzel, der chronischen Entzündung, gepackt werden“, so Schulze-Koops, „dabei ist mir besonders wichtig, dass die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung möglichst rasch in die Klinik umgesetzt werden und damit der Fortschritt der Wissenschaft bei den Patienten ankommt.“ 

Seit 2013 gehört er dem DGRh-Vorstand an. Er ist in verschiedenen wissenschaftlichen Organisationen und Gremien aktiv, unter anderem als Sprecher des Fachkollegiums Medizin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie als Mitglied in der Ständigen Senatskommission für Grundsatzfragen in der Klinischen Forschung der DFG. Seine Veröffentlichungen zählen derzeit 147 Originalpublikationen, 57 Übersichtsarbeiten und 25 Buchkapitel.

Der neue Vorstand im Überblick

Satzungsgemäß wechselt der Vorstand im Jahr 2019. Das Amt des 1. Vizepräsidenten übernimmt der neu in den Vorstand gewählte Prof. Dr. Andreas Krause, Chefarzt im Immanuel Krankenhaus Berlin. Er leitet die Fachabteilung Innere Medizin, Rheumatologie, Klinische Immunologie und Osteologie an den Standorten Berlin-Buch und -Wannsee. 

Als 2. Vizepräsident rückt der bisherige Präsident nach, Prof. Dr. Hanns-Martin Lorenz, Leiter der Sektion Rheumatologie am Universitätsklinikum Heidelberg und medizinisch-wissenschaftlicher Leiter des Acura-Rheumazentrums Baden-Baden. Sein Vorgänger, Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner, Ordinarius für Innere Medizin mit Schwerpunkt Rheumatologie der Universität Gießen und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Rheumatologie und Klinische Immunologie der Kerckhoff-Klinik GmbH, scheidet satzungsgemäß aus dem Vorstand aus. Kassenführer bleibt Prof. Dr. Jürgen Braun, Ärztlicher Direktor des Rheumazentrum Ruhrgebiet. Generalsekretärin bleibt Anna Julia Voormann aus Berlin.   

Quelle: Pressemitteilung Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie, 18. Februar 2019