Personalisierte Therapie bei Rheumatoider Arthritis (PETRA)

Einzelfallstudie

Zusätzlich werden bei bis zu 20 Patienten mit rheumatoider Arthritis so genannte integrative Einzelfallstudien durchgeführt. Diese erlauben die Untersuchung komplexer, biopsychosozialer Fragestellungen, die in der PNI als programmatisch anzusehen sind. Beim Erstgespräch im Rahmen des PETRA-Projekts sollen die Patienten über die Möglichkeit der Teilnahme an den integrativen Einzelfallstudien informiert werden und erhalten dafür eine Einwilligung zur Kontaktaufnahme durch die Medizinische Universität Innsbruck. Eine ausführliche Erklärung der Einzelfallstudie durch die Rheumatologen ist nicht notwendig, dies wird von der Medizinischen Uni Innsbruck übernommen.

Bei integrativen Einzelfallstudien wird eine Person über einen längeren Zeitraum von ein bis zwei Monaten kontinuierlich psychoneuroimmunologisch untersucht. Wesentliche methodische Eckpunkte sind dabei die in 12-Stunden-Abständen erfolgende Harnsammlung durch den Probanden selbst, die zeitgleiche Beantwortung von Fragebögen und die wöchentlich stattfindenden Tiefeninterviews zur Identifikation und Bedeutungsrekonstruktion von emotional relevanten Alltagsereignissen der Testperson. Aus diesen Daten werden Zeitreihen aus dem biopsychosozialen Spektrum konstruiert, die dann statistisch auf ihre wechselseitigen Abhängigkeiten geprüft werden. 

Für die Einzelfallstudie sollen beim Rheumatologen über einen Zeitraum von 5 Wochen vor und 5 Wochen nach dem Kompetenztraining wöchentlich der DAS 28 CRP, der DAS 28 BSG, der SDAI und der CDAI bestimmt werden. Die Laborparameter werden ebenfalls im MVZ Labor PD Dr. Volkmann und Kollegen GbR bestimmt.

Die Vergütung der 10 zusätzlichen Termine im Rahmen der Einzelfallstudie erfolgt nicht von der KVB, sondern von der Medizinischen Universität Innsbruck. Die Höhe der Vergütung und die Auszahlungsmodalitäten werden nach Einschreibung ins Projekt entsprechend von der Medizinischen Universität Innsbruck bekannt gegeben.