PSORIASIS-ARTHRITIS

Guselkumab effektiv in Phase-II-Studie

Bei Plaque-Psoriasis nach sehr guten Phase-III-Studiendaten bereits zugelassen, dürfte der selektive, gegen die p19-Untereinheit von IL-23 gerichtete vollhumane monoklonale Antikörper Guselkumab nach den von einer US-amerikanischen Studiengruppe um Atul Deodhar, Portland (USA), im Lancet publizierten Ergebnissen einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Phase-IIa-Studie künftig auch bei Psoriasis-Arthritis (PsA) reüssieren.

In der Studie waren 149 Patienten mit aktiver PsA (SJC/TC je ≥3) und Plaque-Psoriasis ≥3 % KOF trotz einer Standardtherapie mit DMARDs (9 % der Teilnehmer waren auch TNF-erfahren) im Verhältnis 2:1 auf Guselkumab 100 mg s.c. oder Placebo in Woche 0, 4 und 8 und dann alle 8 Wochen für 24 Wochen randomisiert worden (ab Woche 16 war bei einer Verbesserung von ≤5 % im SJC/TJC eine Rescue-Therapie mit Ustekinumab vorgesehen). Ab Woche 24 wechselten schließlich alle Placebo-Patienten auf Guselkumab 100 mg s.c. und erhielten dieses in Woche 24, 28, 36 und 44, während die durchgehend mit Guselkumab behandelten PsA-Patienten in Woche 24 eine Placebo-Injektion und dann in den Wochen 28, 36 und 44 wieder die Studienmedikation erhielten. Ein Follow-up erfolgte bis Woche 56, also 12 Wochen über die letzte Medikamentengabe hinaus. Als primärer Endpunkt fungierte das ACR20-Ansprechen in Woche 24, sekundäre Endpunkte waren das ACR50-Ansprechen, das Erreichen eines PASI75, der ΔHAQ-DI, Enthesitis (LEI) und Daktylitis (Score von 0-3).

Der primäre und alle sekundären Endpunkte wurden in einer modifizierten Intention-to-treat (ITT)-Analyse in Woche 24 signifikant erreicht, so z. B. in puncto ACR20/50/70-Ansprechen (58,0 vs. 18,4 %, 34,0 vs. 10,2 % und 14,0 vs. 2,0 %). Der HAQ-DI verbesserte sich unter Guselkumab um -0,42 ab Baseline (p<0,001), das PASI75/90/100-Ansprechen (78,6, 66,3 bzw. 39,8 %) zeigte sich ebenso signifikant verbessert (je p<0,001) wie Enthesitis und Daktylitis (p= bzw. <0,001). Mit 23 vs. 2 % erreichten auch signifikant mehr Patienten unter Guselkumab eine minimale Krankheitsaktivität (MDA) (p<0,001). Signifikante Vorteile wurden überdies hinsichtlich der Lebensqualität (SF-36-PCS und –MCS) verzeichnet. Inzwischen auf dem ACR 2017 und EULAR 2018 vorgelegte Effektivitätsdaten bis Woche 56 belegen einen weiteren Anstieg der Ansprechraten. Die Sicherheit und Verträglichkeit waren jeweils gut, schwere Infektionen oder Todesfälle wurden nicht verzeichnet.  

Abzuwarten bleiben jetzt die künftigen Phase-III-Daten, derzeit scheint sich die Effektivität ungefähr in einem von der IL-17-Hemmung bekannten Bereich zu bewegen.
 

Quelle: Lancet 2018; 391(10136): 2213-2224