EDITORIAL

Rückblick auf den 13. BDRh-Kongress

links: Dr. med. Ludwig Kaltho , rechts: Prof. Dr. med. Jörn Kekow

links: Dr. med. Ludwig Kaltho , rechts: Prof. Dr. med. Jörn Kekow

Der mit sehr guter Resonanz aufgenommene und gut besuchte 13. BDRh-Kongress 2018 im inzwischen vertrauten Seminaris CampusHotel in Berlin-Dahlem hatte viel Neues zu bieten – so vor allem die Einbeziehung der jungen Rheumadocs, den Beginn der novellierten Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) und die vier Projekte aus dem Innovationsfonds des G-BA, PETRA in Bayern, Rheuma-VOR in Rheinland-Pfalz, Saarland und Niedersachsen, StärkeR in Westfalen-Lippe, Nordrhein und Niedersachsen, sowie deutschlandweit das VERhO-Projekt.

Das Leuchtturmprojekt VERhO mit der Techniker Krankenkasse (TK) als Konsortialführer und 13 weiteren Ersatzkassen unter Federführung von Dr. Frank Verheyen, Dr. Jürgen Rech, Prof. Dr. Georg Schett, Dr. Edmund Edelmann und Kollegen wird ab dem 1. Juli 2018 aktiviert! Weitere Informationen finden Sie unter bdrh.de und per Newsletter. Als etablierte Digital-Klassiker wurden zudem die erfolgreichen Projekte RhePORT und RheVITAL aus dem Dreiländereck in Nordrhein vorgestellt.

Erstmalig fand auf dem BDRh-Kongress ein Pilot-Workshop „Der Weg in die ambulante Rheumatologie“ für den Nachwuchs unter der Leitung der Rheumadocs statt. Das Konzept soll in einer Roadshow verbreitet werden. Ein weiteres Novum stellte eine Sitzung zu einer möglichen Implementierung von einer rheumatologischen Trainingstherapie als zusätzliche verordnungsfähige Therapie dar.

Gut vorbereitet können die Teilnehmer der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) begegnen. Verbandsjurist RA Christian Koller hat dazu konkrete Umsetzungsempfehlungen dargelegt. Näheres dazu finden Sie ebenfalls auf der BDRh-Homepage. 

Dank zahlreicher Mittler im Hintergrund – genannt sei an dieser Stelle Frau Christa Stewens – konnte einen Tag vor Beginn des BDRh-Kongresses der offizielle Start der novellierten ASV bekannt gegeben werden. Frau Dr. Klakow-Franck vom G-BA präsentierte die Einzelbestimmungen und gab auf Nachfragen zu Protokoll, dass das hierbei einzubeziehende Krankenhaus mit 24 h-Notfallversorgung keinen Rheumatologen vorhalten muss. Eine Teilnahme ist für die niedergelassenen Kollegen angesichts des Konkurrenzdruckes der Rheuma-Ambulanzen dringlich geboten. Es wurde am Beispiel aus dem Ruhrgebiet von Vorstandsmitglied PD Dr. Xenofon Baraliakos gezeigt, dass der schnellste Weg über den Geschäftsführer des nächstgelegenen Krankenhauses führen könnte. Dieser profitiert über die Abrechenbarkeit des 24 h-Service, hat somit ein Interesse an der Bearbeitung des umfangreichen Antrages beim erweiterten Landesausschuss (ELA) und wird dieses in der Regel gewissenhaft erledigen.

Bei den Frühstücksmeetings gab es zudem Einblicke in effektives Praxismanagement, in die Telemedizin sowie Soft Skills. Wir danken der Pharmaindustrie für die Unterstützung des Kongresses. Sie konnte auf fünf Satellitensymposien neue Wirkstoffe in der Rheumatologie durch renommierten Referenten vorstellen. Dabei wurden auch die Aspekte der Biosimilar-Verordnung vertieft.

Für die hervorragende und reibungslose Organisation danken wir besonders dem äußerst engagierten Team der Rheumaakademie. Wir freuen uns auf den nächsten Kongress im Seminaris CampusHotel in Berlin-Dahlem am 12. und 13. April 2019.             
 

Ihre Kongresspräsidenten
Dr. med. Ludwig Kalthoff
Prof. Dr. med. Jörn Kekow