Versorgungsverträge

Der BDRh verhandelt Selektivverträge mit Krankenkassen mit dem Ziel, bessere Rahmenbedingungen für die Versorgung von Rheumapatienten zu schaffen. Weitere Informationen zu unseren Verträgen finden Sie in den einzelnen Menüpunkten. Die vollständigen Vertragsunterlagen sind in unserem Mitgliederbereich eingestellt.


Potential Versorgungsverträge

Selektivverträge in der Rheumatologie – lohnt sich das für meine Praxis?


Der BDRh verhandelt Selektivverträge mit Krankenkassen mit dem Ziel, durch die Vergütung von wichtigen Zusatzleitungen bessere Rahmenbedingungen für die Versorgung von Rheumapatienten zu schaffen. Doch nicht nur die Versorgung der Patienten, sondern auch Arztpraxen jeder Größenordnung können von einer Teilnahme an den Selektivverträgen des BDRh profitieren.

Für eine kurze Übersicht des möglichen Umsatzes haben wir im Folgenden die aktuell durchschnittlich von Praxen abgerechneten und die potenziell möglichen Vergütungen pro Quartal und Patient für die Verträge RheumaOne und BARMER – Besondere Versorgung Rheuma für Sie zusammengefasst.

RheumaOne Modul 1 (bundesweit)

Teilnehmende Krankenkassen: insgesamt 33 Krankenkassen, Marktanteil im bundesweiten Durchschnitt ca. 37 %.

Vergütung zusätzlich zur Regelversorgung oder der Versorgung in der ASV (nach EBM)

  • Durchschnittlich werden durch die teilnehmenden Rheumatologen pro eingeschriebenem Patient 27,24 € zusätzlich pro Quartal abgerechnet
  • Die zusätzlich abgerechnete Vergütung liegt zwischen 25,00 € und 60,00 €
  • Laut Vergütungstabelle können im Quartal bis zu 45,00 € (+ 15,00 € Ampelbonus) abgerechnet werden

Beispiele
Für einen Patienten, der bei einer Deeskalation betreut wird, können 25,00 € abgerechnet werden. Wird die Ampelquote (Wirtschaftlichkeit) erreicht, kommen 15,00 € hinzu.

Für einen Patienten, der auf ein neues Medikament (Biologikum) eingestellt wird und der durch eine Rheumatologische Fachassistenz mitbetreut wird, können 45,00 € (+ 15,00 € Ampelbonus) abgerechnet werden.


 

RheumaOne Modul 2 (Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein)


Teilnehmende Krankenkassen: Techniker, pronova BKK, BKK Mobil Oil, Marktanteil im bundesweiten Durchschnitt ca. 17 %.

Vergütung zusätzlich zur Regelversorgung oder der Versorgung in der ASV (nach EBM)

  • Durchschnittlich werden pro Patient 19,71 € zusätzlich pro Quartal abgerechnet
  • Die zusätzlich abgerechnete Vergütung liegt zwischen 10,50 € und 40,50 € pro Patienten

Beispiel
Für einen Patienten, bei dem eine Eingangsdiagnostik durchgeführt wird und der an einer Einheit einer strukturierten Patientenschulung teilnimmt, werden 55,50 € vergütet. Wird die Biosimilarquote erreicht, steigt die Vergütung auf 92,50 €.

Für einen Patienten, der durch eine Rheumatologische Fachassistenz mitbetreut wird und der einen akuten Krankheitsschub erleidet, beträgt die zusätzliche Vergütung 28,50 €. Bei Erreichen der Biosimilarquote werden 47,50 € vergütet.


 

BARMER – Besondere Versorgung Rheuma (Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein)

Teilnehmende Krankenkassen: BARMER, Marktanteil im bundesweiten Durchschnitt ca. 12 %.

Vergütung zusätzlich zur Regelversorgung oder der Versorgung in der ASV (nach EBM)

  • Durchschnittlich werden pro Patient 35,10 € zusätzlich pro Quartal abgerechnet
  • Die zusätzlich abgerechnete Vergütung liegt zwischen 20,00 € und 108,81 €

Beispiele
Für einen Patienten mit einer rheumatologisch bedingten Begleiterkrankung, der eine intraarticuläre Injektion mit Triamcinolon zum Ziel der Schmerzreduktion erhält, können bis zu 37,50 € abgerechnet werden.

Für einen Patienten, der der durch eine Rheumatologische Fachassistenz mitbetreut wird und der einen akuten Krankheitsschub erleidet, können bis zu 45,00 € abgerechnet werden.