PETRA 2.0 ist ein vom Innovationsfonds gefördertes Projekt mit einem Fördervolumen von 4,4 Mio Euro (Förderkennzeichen 01NVF20024). Offiziell läuft das Projekt von Juli 2021 bis Ende 2024; der Rekrutierungsstart für die Rheumatolog:innen und Patient:innen war Anfang Februar 2022.

Bei Rückfragen oder für weitere Informationen können Sie sich gerne an folgende Kontaktadresse wenden:

BDRh Service GmbH (bdrh-service.de)

Tel. +49 (89) 904141 41 – 1 (Patientenlotse)
Tel. +49 (89) 904141 41 – 2 (Praxisberater)
Dr.-Max-Str. 21 82031 Grünwald
E-Mail: info@projektpetra.de

Projektziele

Ziel ist die Verbesserung der individuellen Gesundheits- und Lebenskompetenz der Patient:innen mit rheumatoider Arthritis mittels eines neunmonatigen gruppenbasierten Kompetenztrainings. Insgesamt kann dadurch das psychische Befinden, die Lebensqualität und die Selbstwirksamkeit der Betroffenen gesteigert und im Erfolgsfall auch die Krankheitsaktivität und der Behandlungsaufwand reduziert werden. Grundlage für diesen therapeutischen Ansatz sind Erkenntnisse der Psychoneuroimmunologie, die sich mit dem Einfluss psychischer Faktoren auf das Immunsystem und die körperliche Gesundheit befasst.

Ablauf des Projektes

Das Projekt wird ausschließlich in bestimmten Modellregionen Bayerns umgesetzt (siehe Unterlagen Projektskizze / Modellregionen“). Interessierte Rheumatolog:innen und Psychotherapeut:innen können sich seit Februar 2022 bis Ende Juli 2022 über die KVB (Innovationsfonds-Projekt - Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB)) in PETRA 2.0 einschreiben.

Die Rekrutierung der Patient:innen durch die rheumatologischen Praxen läuft bis zum 31.12.2022. Nach der Einschreibung werden die Patient:innen durch die Krankenkassen in eine Interventions- und in eine Kontrollgruppe randomisiert. Die Einteilung erfolgt zufällig und ist nicht beeinflussbar. 

Einschlusskriterien der Patient:innen: 

  • Patienten ab 18 Jahre 
  • Versichert bei AOK Bayern oder einer der beteiligten BKKen (ZUR LISTE) 
  • Gesicherte Diagnose einer rheumatoiden Arthritis (ICD10 M05.- oder M06.-) 
  • Ausschlusskriterium: Gesicherte Diagnose einer Fibromyalgie (ICD10 M79.7)  

Kompetenztrainings
Teilnehmer:innen der Interventionsgruppe nehmen alle zwei Wochen für insgesamt neun Monate an speziellen Kompetenztrainings unter der Leitung eines Psychotherapeuten bzw. einer Psychotherapeutin teil. In den Kompetenztrainings werden Themen wie Ernährung, Bewegung, Stress und Schlaf gemeinsam in der Gruppe besprochen. Im Anschluss an die Kompetenztrainings erfolgt ein Nachbeobachtungszeitraum von weiteren neun Monaten. Nähere Informationen zu den Inhalten der Kompetenztrainings erfahren Sie HIER. 

 

Evaluation
Während der 18 Monate der Intervention und der Nachbeobachtung werden die Patient:innen im Abstand von 6-12 Wochen beim Rheumatogen / bei der Rheumatologin vorstellig und es werden Assessments zur Krankheitsaktivität (Dokumentation in RheMIT), psychologische Fragebögen (papierbasiert) sowie immunologische Parameter (Zytokinen, Cortisol) aus Blut- und Speichelproben erhoben. Detaillierte Informationen zu den Erhebungen beim Rheumatologen können Sie den Instruktionen entnehmen. Patient:innen der Kontrollgruppe nehmen nicht an den Kompetenztrainings, sondern nur an den Erhebungen in der Rheumapraxis teil und erhalten für ihre Teilnahme eine Aufwandsentschädigung.  

 

Vergütung
Die Teilnahme an PETRA 2.0 wird zusätzlich zur Regelversorgung durch den Innovationsfonds über die KVB vergütet. Die Vergütung besteht aus einer einmaligen Schulungspauschale von 100 € bzw. 300 € pro Rheumatolog:in sowie aus einer patientenbezogenen Vergütung von bis zu 1.067,50 € pro Patient:in (für Details siehe „Projektskizze“). 

 

Integrative Einzelfallstudie
Neben der Hauptstudie PETRA 2.0 können 10 Patient:innen zusätzlich an der Einzelfallstudie der Universität Innsbruck teilnehmen, die die komplexen Zusammenhänge zwischen biologischen, psychologischen und sozialen Krankheitsfaktoren unter Bedingungen des gelebten Alltags näher bestimmen sollen. Näheres hierzu finden Sie in den Instruktionen der Einzelfallstudie. 

 

FAQs
Eine umfangreiche FAQ-Liste zum Projekt finden Sie auf der Homepage der KVB.

Projektpartner

Das Projektkonsortium wird vom BKK Landesverband Bayern geleitet und besteht aus dem Berufsverband der Präventologen, der Medizinischen Universität Innsbruck, der Universität Regensburg, der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung Landesgruppe Bayern (DPtV), der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, der BDRh Service GmbH und der AOK Bayern. Neben dem BDRh sind die Rheuma Liga, der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten Bayern e.V. (BVVP) sowie Frau Helena Heckrodt als niedergelassene Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie als Kooperationspartner ins Projekt eingebunden.

Projektskizze und FAQs

In unserer Projektskizze erfahren Sie weitere Infos zum Projekt, Ablauf der Patientenrekrutierung, Vergütung und wie Sie teilnehmen können sowie die Modellregionen des Projekts.

Zur Projektskizze

 

Eine umfangreiche FAQ-Liste zum Projekt finden Sie auf der Homepage der KVB.

Ablauf in der Rheumapraxis

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zur Einschreibung der Patienten, den Erhebungszeitpunkten
sowie zur Datenerhebung des Projekts PETRA 2.0.

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Kompetenztrainings

Hier finden Sie nähere Informationen zu den Inhalten der Kompetenztrainings.

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Teilnehmende Krankenkassen

Zusätzlich zur AOK Bayern nehmen folgende Betriebskrankenkassen am Projekt teil:

Zur Liste der BKKn

Informieren Sie sich im Detail über die ASV in der Rheumatologie.