PETRA 2.0

– Gesundheitskompetenz fördern –

 

Hintergrund

Das Projekt PETRA, das die Gesundheit von Patient:innen mit rheumatoider Arthritis mittels gesundheitsfördernder Kompetenztrainings verbessern möchte, wurde letztes Jahr wegen der COVID-19 Pandemie vorzeitig abgebrochen. Jetzt erhält das Projekt eine zweite Chance. PETRA 2.0 (Personalisierte Therapie bei Rheumatoider Arthritis) mit dem Förderkennzeichen 01NVF20024 wurde durch den Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses erneut zur Förderung als Innovationsfondsprojekt ausgewählt und wird seit Juli 2021 wieder umgesetzt. Erste Rheumatolog:innen und Patient:innen werden sich voraussichtlich ab Anfang 2022 in ausgewählten Modellregionen in Bayern für das Projekt einschreiben können.

Projektziele

Inhaltlich entspricht PETRA 2.0 größtenteils dem Vorgängerprojekt. Ziel ist die Verbesserung der individuellen Gesundheits- und Lebenskompetenz der Patient:innen mit rheumatoider Arthritis mittels eines neunmonatigen gruppenbasierten Kompetenztrainings. Insgesamt kann dadurch das psychische Befinden, die Lebensqualität und die Selbstwirksamkeit der Betroffenen gesteigert und im Erfolgsfall auch die Krankheitsaktivität und der Behandlungsaufwand reduziert werden. Grundlage für diesen neuartigen therapeutischen Ansatz sind Erkenntnisse der Psychoneuroimmunologie, die sich mit dem Einfluss psychischer Faktoren auf das Immunsystem und die körperliche Gesundheit befasst.

Zudem wird das Projektkonsortium die Erfahrungen und Herausforderungen des Vorgängerprojekts beim Neustart gezielt berücksichtigen. Vor allem soll das Projekt für mehr Patient:innen geöffnet werden. So nimmt neben der BKK nun auch die AOK Bayern – Die Gesundheitskasse am Projekt teil. Außerdem wurden die Einschlusskriterien gelockert bzw. erweitert, so dass mehr Patient:innen die Möglichkeit erhalten an den Kompetenztrainings teilzunehmen.

Projektpartner

Das neue Projektkonsortium wird vom BKK Landesverband Bayern geleitet und besteht aus dem Berufsverband der Präventologen, der Medizinischen Universität Innsbruck, der Universität Regensburg, der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung Landesgruppe Bayern (DRtV), der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns, der BDRh Service GmbH und der AOK Bayern. Neben dem BDRh sind die Rheuma Liga, der Bundesverband der Vertragspsychotherapeuten Bayern e.V. (BVVP) sowie Frau Claudia Wagner und Helena Heckrodt als niedergelassene Fachärztinnen für Psychiatrie und Psychotherapie als Kooperationspartner ins Projekt eingebunden.

Über den Start und Verlauf des Projekts PETRA 2.0 werden wir an dieser Stelle wieder informieren.

Informieren Sie sich im Detail über die ASV in der Rheumatologie.